Podium Silesia: „Donnerwetter, wir sind Kerle!“ Militärsystem und Gesellschaft vor 1914. Ein Vortrag von Carsten Reuß (Wissenschaftlicher Referent am LWL-Preußenmuseum Minden)

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Vortrag/Lesung
Der schneidig-sportliche Leutnant, der „in die Jahre gekommene“ General, der als übertrieben intellektuell verpönte „Einjährige“, der bauernschlaue oder dümmliche Rekrut oder der abgehobene, leicht degeneriert wirkende aristokratische Offizier sind Figuren, wie sie in den Zeitschriftenkarikaturen der Jahrhundertwende um 1900 zahlreich zu finden sind. Diese Klischeebilder stehen uns auch heute noch gelegentlich vor Augen, wenn wir an das militärische Milieu der Zeit vor 1914 denken. Doch wie war das Militär jener Zeit tatsächlich strukturiert, wie ergänzten sich Offiziers- und Unteroffizierkorps, wer war wehrpflichtig und welche Auswirkungen hatte der Föderalismus auf die Struktur des deutschen Militärs vor dem Ausbruch des Weltkrieges? Wie war es um das Selbstverständnis des Militärs und um die „Problemzonen“ zwischen Militär und Zivilgesellschaft bestellt? Spätestens seit der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland ist das Wissen um die historischen Zusammenhänge des militärischen Alltags weitgehend verloren gegangen. Der oft beklagte „Traditionsabriß“ in den meisten Familien hat auch den Militärdienst und die Kriegserfahrungen früherer Generationen in die Ferne rücken lassen, persönliche Überlieferungen und Schicksale sind vielfach in Vergessenheit geraten. Ein Grund mehr, sich diesem Fragenkomplex im Kontext der aktuellen Sonderausstellung zu widmen.

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